Klimacamp Nürnberg
Forderungen

Forderungen

„Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht“

Wir befinden uns in einer Krise

Die Krise unserer Zeit heißt Klimakrise und sie ist die größte und existentiellste Krise, der sich die Menschheit je stellen musste. 2015 haben sich mehr als 190 Staaten in Paris dazu verpflichtet die Erderwärmung auf „deutlich unter 2 Grad, möglichst auf 1,5 Grad“ zu begrenzen. Der Sonderbericht des Weltklimarates IPCC kommt zu dem Schluss, dass eine Erwärmung von 2 Grad anstatt 1,5 Grad für alle Menschen weltweit existenzbedrohende Folgen hätte, die sich aus den Auswirkungen für die Ökosysteme, die Artenvielfalt, den Meeresspiegelanstieg, die Wetterextreme, die Ernteerträge und die Wasservorräte ergeben.
Aufgrund der klimapolitisch viel zu zögerlichen Maßnahmen seit Abschluss des Pariser Abkommens 2015 wird es für Deutschland bereits heute absehbar unmöglich sein, seinen gerechten Beitrag zum Erreichen des 1,5 Grad-Ziels zu leisten. 
Das Klimacamp Nürnberg fordert daher von allen globalen Akteuren Klimagerechtigkeit ein.

Nürnberg muss handeln

Auf Grundlage des Forderungskatalogs „Nürnberg muss handeln“, welcher von Fridaysforfuture Nürnberg und dem Aktionsbündnis „Nürnberg muss handeln“ erarbeitet und 2019 dem Nürnberger Stadtrat übergeben wurde, fordert das Klimacamp Nürnberg die Stadt dazu auf, ihren Teil des Pariser Abkommens einzuhalten und Vorbildfunktion zu erlangen. Konkret bestehen unsere Forderungen daher aus den 12 folgenden Punkten:

1. Sofortiger Ausbaustopp des Frankenschnellwegs

2. 365 Euro-Ticket für alle ab sofort

3. Autofreie Innenstadt bis Ende 2020

4. Durchgehendes Radwegenetz bis 2026

5. Begegnungsplätze statt Parkplätze

6. Keine klimaschädlichen Wertanlagen

7. Nürnberg soll „Zero Waste-Stadt“ werden

8. Repräsentative Bürger:innenversammlungen mit Vorschlagsrecht

9. N-Ergie: 100% erneuerbare Energien bis 2025

10. Verpflichtende Ausstattung mit PV oder Begrünung bei Neubauten

11. Kommunale Einrichtungen und Eigenbetriebe klimaneutral bis 2030

12. Nachhaltige Ernährung in städtischen Einrichtungen